Chaos am Flughafen – Nichtbeförderung

In diesen Herbstferien ist es an deutschen Flughäfen, besonders am Berliner Flughafen BER zu einem Chaos beim Einchecken gekommen. Es gab lange Warteschlangen beim Check-in oder am Security-Check. Reisende verpassten aufgrund der sehr langen Wartezeiten ihre Flüge. Daher ist es für diese Reisende wichtig zu wissen, wer für den Schaden haftet. Grundsätzlich bieten sich hierfür zwei Möglichkeiten. Zum einen ist Ansprechpartner die Airline, bei dem die Reisenden ihren Flug gebucht haben. Die Sicherheitskontrolle wird jedoch von der Bundespolizei durchgeführt, so dass auch diese der Ansprechpartner sein kann.

Reisenden ist in jedem Fall zunächst zu empfehlen sich an die Airline zu wenden. Im Falle einer Nichtbeförderung durch die Airline kann aufgrund der Europäischen Fluggastrichtlinie ein Ausgleichsanspruch bestehen. Diese räumt Fluggästen einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung je nach Flugstrecke von 250,00 € bis zu 600,00 € ein. Die Fluggesellschaft ist auch grundsätzlich verpflichtet, am Boden genug Personal zur Verfügung zu stellen, damit der Check-in innerhalb einer angemessenen Wartezeit erfolgt. Sicher werden die Fluggesellschaften versuchen, die Ansprüche abzuwälzen mit dem Hinweis auf das Chaos am Flughafen oder zusätzliche Anforderungen aufgrund der Corona-Pandemie. Diese Entschuldigungen werden jedoch in den seltensten Fällen greifen. Weder das erhöhte Verkehrsaufkommen in den Herbstferien noch die besonderen Anforderungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind überraschend.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie rechtzeitig vor der geplanten Abflugzeit am Flughafen sind und die Ankunftszeit am besten auch dokumentieren. Im Falle einer streitigen Auseinandersetzung ist es immer gut Beweise zu haben. Wir helfen Ihnen gerne, Ihre Ansprüche durchzusetzen.

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