Thomas Cook meldet Insolvenz an

Die Rettungsversuche für Thomas Cook sind gescheitert, das britische Reiseunternehmen hat Insolvenzantrag gestellt. Die deutsche Tochter Condor hat angekündigt, den Flugbetrieb zunächst aufrecht zu halten. Condor darf jedoch aus rechtlichen Gründen Urlauber, die mit Thomas-Cook-Veranstaltern gebucht haben, nicht mehr an ihr Reiseziel bringen. Rückflüge sind davon nicht betroffen. Von der Insolvenz sind hunderttausende Reisende weltweit betroffen. Allein mit den deutschen Tochterunternehmen sind derzeit 140.000 Reisende unterwegs; an diesem Montag und Dienstag sollten 21.000 Urlauber verreisen. Während zunächst nur die britische Thomas Cook plc Insolvenz angemeldet hat, sind die Folgen für die deutschen Tochterunternehmen erheblich. Neckermann Reisen hat den Verkaufsbetrieb für Urlaubsreisen komplett eingestellt. Ob auch die deustchen Tochterunternehmen der Thomas Cook Group plc, also die Thomas Cook Touristik GmbH, Bucher Reisen, Öger Tours und Air Marin Insolvenz anmelden müssen, steht noch nicht fest. Auswirkungen hat die Insolvenz auch auf Tui. Tui-Urlauber, die bis 31. Oktober auf Flüge mit Thomas Cook Airlines gebucht waren, könnten ihre Reise nicht antreten, so ein Sprecher der Tui am Dienstag in Hannover.

Update:

Am 25.09.2019 haben die deutschen Tochtergesellschaften der Thomas Cook Group plc ebenfalls Insolvenz angemeldet. Damit kommt der Ihnen bei der Buchung einer Pauschalreise ausgehändigte Sicherungsschein zum Tragen.

Die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen haben Condor einen Überbrückungskredit in Höhe von 380 Mio. Euro gewährt; dieser Kredit muss noch von der EU bestätigt werden. Damit ist der Weiterbetrieb der Airline vorerst gesichert.

Sind Sie von der Insolvenz betroffen? Wir beraten Sie gerne!

Entschädigung bei Flugstreichung

Streik ist nicht immer ein außergewöhnlicher Umstand. Bei einer Flugstreichung stehen dem Passagier Entschädigungsansprüche gegen die Fluggesellschaft zu. Liegen jedoch für die Flugstreichung außergewöhnliche Umstände vor, braucht die Fluggesellschaft eine Entschädigungszahlung nicht zu leisten.

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